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Generation Z: Das sollten Sie beim Employer Branding beachten


Lesedauer: 5 Minuten

Nachwuchstalente sind auf dem Arbeitsmarkt hart umkämpft. Wer es schafft, eine starke Arbeitgebermarke aufzubauen, verschafft sich einen großen Wettbewerbsvorteil im „War for Talents“. Doch worauf kommt es beim Employer Branding für die Generation Z an? Wir geben Ihnen wirksame Praxistipps – und verraten Ihnen, welche Fallstricke Sie lieber vermeiden sollten.

1. Identifizieren Sie Bedürfnisse und relevante Interessensgebiete

Selbstverwirklichung, freie Entfaltung, Stabilität und Ordnung: Das sind Werte, die die Generation Z auszeichnen – auch in Sachen Job. So gehören Arbeitsplatzsicherheit, ein stabiles Gehalt und Flexibilität zu den Top drei der Anforderungen, die sie an ihren Arbeitgeber stellen. Das zeigen die Ergebnisse der „Randstad Employer Branding Studie 2019”. Den Mitgliedern der Generation Z ist es außerdem wichtig, einen sinnvollen Job auszuführen. Er sollte sowohl zu ihrer Persönlichkeit passen als auch Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bieten. Bei der Suche nach dem perfekten Arbeitgeber zählt für sie die Bereitschaft eines Unternehmens, soziale Verantwortung zu übernehmen. So entscheidet sich die Gen Z bevorzugt für Unternehmen, die für Umwelt und Gesellschaft eintreten.

Nutzen Sie dies unbedingt für Ihr Employer Branding und greifen Sie die Themen auf, welche die jungen Erwachsenen umtreiben – beispielsweise das Thema Nachhaltigkeit. Sprechen Sie Ihre Zielgruppe dabei immer auf einer emotionalen Ebene an. So bauen Sie früh eine Bindung auf.

2. Starten Sie auf Instagram und TikTok durch

Die Generation Z gehört zu den Digital Natives. Schon von Geburt an wuchsen die Mitglieder in einer digitalen Welt auf – als erste Generation überhaupt. Die Nutzung von Laptops, Smartphones, Tablets und Co. ist für sie selbstverständlich, die Grenzen zwischen der digitalen und realen Welt verschwimmen. Die Generation Z ist ständig vernetzt. Die sozialen Medien sind aus ihrem Alltag nicht wegzudenken. Laut einer Studie der Onlineplattform Readly verbringen die jungen Menschen im Durchschnitt täglich mehr als zwei Stunden mit Liken, Teilen und Swipen. Hoch im Kurs stehen dabei visuelle Plattformen, allen voran Instagram und TikTok. Klar ist also: Auf diesen Kanälen müssen Sie bei Ihrem Employer Branding mit einem professionellen Auftritt überzeugen.


Instagram – Hier zählt die Ästhetik

Ebenso wie für die Generation Y, stellt Instagram im Employer Branding für die Ansprache der Generation Z eine feste Größe dar. Der Kanal bietet viele Möglichkeiten der Unternehmenspräsentation: Fotos, Stories, IG TV und seit kurzem Reels – 15-sekündigeMulti-Clip-Videos, die Sie im Feed mit Ihren Abonnenten teilen können. Wie auf allen Kanälen ist es wichtig, dass Sie Ihre Follower nicht langweilen – werden Sie kreativ, überraschen Sie, begeistern Sie! Achten Sie dazu auf einen ausgewogenen Content Mix. Dieser könnte zum Beispiel so aussehen:

  • Montag: Vorstellung eines neuen Mitarbeiters (Foto und Text)
  • Dienstag: Messebesuch mit exklusiven O-Tönen zum Thema (Video und Stories)
  • Mittwochs: Infografik zu einer aktuellen Mitarbeiterumfrage (Foto und Text)
  • Donnerstag: Momentaufnahmen aus der bewegten Pause (Stories und/oder Reels)
  • Freitag: Azubi-Takeover mit Foto, Stories und Reels

Sorgen Sie dabei für regelmäßige Interaktion auf Ihrem Kanal. Regen Sie Ihre Community mit Fragen zum Kommentieren an und nutzen Sie Umfragetools in den Stories. Wichtig ist ein hoher Wiedererkennungswert bei Ihrer Zielgruppe: Entwickeln Sie dafür eine eigene Bildsprache mit Elementen Ihrer Corporate Identity.

Übrigens: Neben der Content-Erstellung ist das Community Management ein entscheidender Faktor bei Instagram. Die Kommunikation mit den eigenen Abonnenten, kurze Reaktionszeiten sowie das Liken, Teilen und Kommentieren anderer Beiträge gehören zum Einmaleins der Plattform.


TikTok – Content mit Entertainment-Faktor

TikTok zählt zu den neuen Sternen am Social-Media-Himmel. Wer auf der Suche nach jungen Talenten zwischen 16 und 24 Jahren ist, kommt bei seinen operativen Überlegungen im Employer Branding an dieser App nicht vorbei. Die Kurzvideo-Plattform hat seit ihrem Launch 2018 einen kometenartigen Aufstieg erlebt. Alleine in Deutschland nutzen 5,5 Millionen Menschen die App aktiv – und das durchschnittlich etwa 50 Minuten pro Tag.

TikTok steht für aktuellen, kreativen Content mit großem Entertainment-Faktor und lebt von viralen Trends wie choreografierten Lip-Sync-Clips. Im Unterschied zu Instagram steht jedoch nicht die perfekte Ästhetik an erster Stelle. Inhalte müssen hier vor allem authentisch sein und Spaß machen. Darin liegt ein enormes Potenzial für Sie und Ihre Arbeitgebermarke: Die Plattform bietet Ihnen die Chance, Ihr Unternehmen von einer emotional-humorvollen Seite zu zeigen. So können Sie beispielsweise an Hashtag-Challenges teilnehmen, selbst witzige Clips aus Ihrem Arbeitsalltag posten oder Ihre Mitarbeiter unter dem Hashtag #ilovemyjob als Botschafter Ihrer Arbeitgebermarke fungieren lassen.

Wie bei allen Kanälen gilt dabei natürlich: Befassen Sie sich vorab intensiv mit der App und wägen Sie ab, ob sie zu Ihrer Arbeitgebermarke passt. Und halten Sie sich stetig auf dem Laufenden, welche Neuerungen TikTok bietet.

3. Setzen Sie auf Einzigartigkeit statt Einheitsbrei

Egal, welche digitale Plattform Sie für Ihr Employer Branding nutzen – seien Sie authentisch. Alles, was Sie kommunizieren, sollte auch der Realität entsprechen. Konzentrieren Sie sich auf die individuellen Stärken Ihres Unternehmens, Ihre Werte, Ihre Kultur. Verzichten Sie dabei auf abgedroschene Floskeln, denn diese werden bei Ihrer Zielgruppe nicht ankommen. Die Devise lautet: Einzigartigkeit statt Einheitsbrei! Entwickeln Sie ein eigenes, modernes Wording.

Geben Sie transparente Einblicke in den Arbeitsalltag Ihres Unternehmens und binden Sie Ihre Mitarbeiter ein. Es ist wichtig, dass Sie Themen besetzen, die Ihre Zielgruppe bewegt. Die Generation Z beschäftigt sich beispielsweise intensiv mit der Zukunft unseres Planeten. Man denke nur an die „Fridays for Future“-Bewegung. Zeigen Sie, wie sich Ihr Unternehmen für Nachhaltigkeit einsetzt. Das könnte beispielsweise ein Azubi-Projekt in diesem Bereich sein, das Sie mit dem Smartphone begleiten.

Eine letzte goldene Regel für das Employer Branding – nicht nur für die Gen Z: die konsistente Kommunikationsstrategie über alle Kanäle hinweg. Die Generation Z ist es gewohnt, sich über verschiedene Plattformen zu informieren. Gibt es Ungereimtheiten in der Kommunikationslinie, fallen diese schnell auf. Achten Sie weiterhin darauf, dass Sie alle Kanäle kontinuierlich bespielen. Besser kein Kanal als ein toter Kanal; agieren Sie daher als aktiver Teil der Community. Werden Sie sichtbar für die Generation Z, begeistern Sie mit authentischem und relevantem Content – und positionieren Sie sich so als attraktiver Arbeitgeber für diese Zielgruppe.

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