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Museums-Marketing: Die Steigerung des Images durch präzise Markenbildung


Lesedauer: 6 Minuten

Wie gewinnbringend Online-Marketing für Kulturinstitutionen ist, wurde im ersten Teil dieser Blog-Reihe zur Thematik „Museumsmarketing“ besprochen. In Zeiten von unüberschaubarer Konkurrenz, von Bemühungen um Sponsoren und Besucherzahlen, ist eine herausragende Markenbildung für ein Museum eine grundlegende Aufgabe. Wie Ruth Rentschler einst schrieb, „Museum marketing: no longer a dirty word“, ist es an der Zeit, im musealen Kontext über die Qualität und Positionierung einer Museumsmarke nachzudenken.

Museums-Marketing: unverwechselbar

Der Erfolg einer Institution hängt nicht nur von einer strategischen Kommunikation über die eigene Website und Social-Media ab, sondern auch von der Wahrnehmung bei Bürgern, Besuchern, Sponsoren und den eigenen Mitarbeitern. Wie positioniert sich ein Museum als ganzheitliche Marke und wie funktioniert besucherorientiertes Museums-Marketing? Die Museumslandschaft in Deutschland zählt über 6.000 kleine und große Museen. Einige Museen stechen besonders hervor, andere bleiben unsichtbar. Die Markenbildung für Museen bringt Sichtbarkeit und Wertschätzung, und sie transportiert Unternehmensverständnis nach innen und außen. Welche Möglichkeiten und Wege gibt es, das Ansehen einer Kunst- und Kultureinrichtung bei Besuchern, Mitbewerbern und Förderern zu steigern? In unserer Agentur erarbeitet unser Museums-Marketing-Team Strategien, die zu mehr Wahrnehmung und Erfolg einer Kunstinstitution führen. Einige Tipps dazu:

Markenbildung: Corporate Design

Die Gestaltung und Vermittlung eines einheitlichen Außenbildes ist das A und O einer charakteristischen Museumsmarke mit schnellem Wiedererkennungswert. Ist keine Grafikabteilung inhouse ansässig, kann der Aufgabenbereich an eine Kreativagentur übergeben werden. Achten Sie darauf, dass das Grafik-Konzept auch einen Leitfaden mit einschließt, der Flexibilität in der längerfristigen Gestaltung gewährleistet und sich auf unterschiedliche Projekte, Ausstellungen sowie Print- und Online-Produkte ausbauen lässt, ohne den Wiedererkennungswert des Museums zu verlieren.   

Say my name: Der Museumstitel

Branden, branden, branden: Haben Sie schon einmal untersucht, ob der Museumsname von Ihrem Publikum auch richtig ausgesprochen wird? Achten Sie darauf, dass Abkürzungen nicht nur von den Mitarbeitern und Einheimischen entschlüsselt werden können. Die Positionierung des Namens in der Öffentlichkeit ist maßgebend für die Wahrnehmung eines Unternehmens und ein Grundsatz für erfolgreiches Museums-Marketing. „Nie gehört“ sollte es nicht mehr geben. Platzieren Sie den Museumstitel bedacht, aber auch so oft es geht. Give-aways eignen sich besonders gut für eine Verbreitung des Institutionsnamens oder des Ausstellungsprojekts.

After Work – Alternative Veranstaltungskonzepte im Museum

Treffpunkt Museum: Vom Vorplatz bis zum Urban Gardening

Verfügt Ihr Museum über einen Vorplatz, ein großes Foyer, einen Hinterhof oder einen Garten? Und werden diese Räumlichkeiten so öffentlich genutzt, dass dabei auch das Museum wahrgenommen wird? Eine Marke umfasst den Standort, die Architektur und die Nutzung der Räumlichkeit im Allgemeinen. Freie Plätze, die unmittelbar an das Museum angrenzen, eignen sich hervorragend, um besucherfreundliche Räume zu erschaffen. Positionieren Sie Designobjekte oder gestalten Sie einen Skulpturenpark. Das lockt neugierige Besucher und belebt das Museum. Ein erfolgreiches Modell ist zum Beispiel das Wiener Museumsquartier. Der Komplex zieht in seinem Innenhof mit bunten und geometrischen Hofmöbeln nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische an.

Ein weiteres Exempel ist der „hack-museumsgARTen“ hinter dem Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen. Familienfreundlich und nachbarschaftlich bildet der Urban Garden mitten in der Stadt einen beliebten Treffpunkt und gilt zeitgleich als Vorzeigemodell für moderne Stadtentwicklung. Ein Paradebeispiel für die optimale Nutzung des Raums im Museums-Marketing.

Members Club – Museen für jung und alt

Die junge Generation mit der Kunst bekannt zu machen, funktioniert über ein museumspädagogisches beziehungsweise studentisches Clubprogramm. Gegen einen kleinen Jahresbeitrag können Kinder und Jugendliche zum Beispiel in einem Museumsclub unter Aufsicht und Anleitung von Museumspersonal vielfältige Nachmittage verbringen. Studentische Initiativen und Vereine, die sich an ein Museum anknüpfen, organisieren Einblicke hinter die Kulissen des Museumsbetriebs, veranstalten Events, Ausflüge und Talk-Runden.

Aber auch das ältere Publikum darf in der Ausgestaltung des Museumsprogramms nicht fehlen. Mit einem altersgerechten Angebot machen Sie das Museum attraktiv und besucherfreundlich.

After Work – Alternative Veranstaltungskonzepte

Feierabendliche Veranstaltungen zählen ebenfalls zum Museums-Marketing. Events bieten Möglichkeiten, Ausstellungsprogramme oder bestimmte Themen in gelassener Atmosphäre zu präsentieren. Kooperationen mit Gastronomen und Musikern sorgen für Unterhaltung am Abend und schaffen einen Rahmen zum Netzwerken vor Kunstwerken. Das bringt Pluspunkte für das Museum und Aufmerksamkeit bei der Presse, möglichen Sponsoren, Besuchern und Neugierigen.

Fancy – Welches Museum trägst du?

Ob das Garage Museum of Contemporary Art in Moskau, das Museum of Modern Art in New York oder das Städel in Frankfurt: Gemeinsam sind diesen Kunstinstitutionen nicht nur ihr weltberühmter Ruf, die Touristenschlangen vor den Kassen, die herausragenden Ausstellungen und Sammlungen, sondern auch das ausgefeilte Shopping-Erlebnis. Nach dem ausgiebigen Ausstellungsbesuch – oder auch unabhängig davon – lädt ein gut sortierter und konzeptionell aufgestellter Museumsladen zum Stöbern und Kaufen ein. Achten Sie darauf, im Produktangebot „trendy“ aufgestellt zu sein und auch die junge Generation anzusprechen. Museumsläden sind spezielle Läden, die außergewöhnliche Artikel anbieten können. Hier darf mehr als ein Souvenir angeboten werden. In einem Museumsladen erwarten die Konsumenten und Kunstinteressierten Humor, Trendbewusstsein und Fachwissen.

Label it – Markenbildung ganz einfach

Kataloge, ausgewählte Magazine, Plakate, Postkarten – warum dann nicht auch ein eigenes Label für die treuen Museumsgänger und solche, die es werden wollen? T-Shirt, Kaffeebecher, Jutebeutel, Notizblöcke oder Buttons mit dem Logo oder Motto des Museums unterstützen die Kommunikation und Markenbildung.

Denken Sie weiter und schließen Sie Kooperationen mit Künstlern, Kunsthochschulen, (Mode-)Designern oder Influencern. Das bringt Reichweite, Publikationen und bei Limited Editions vor allem: Begehren und Sammelleidenschaft. Ob Räumlichkeiten für einen Store zur Verfügung stehen oder nicht: ein Verkaufsraum funktioniert auch in einem Durchgang, an der Kasse oder auf einer Treppe; ebenso wie die Präsentation: auf einer Kleiderstange, in einem aufwendigen Regalsystem oder im eigenen Onlineshop.

Jetzt sind Sie dran!

Die Out-of-the-box-Denke ist jetzt gefragt! Es ist Zeit, über Ihre Museumsmarke nachzudenken. Ein Unternehmensimage zu optimieren, heißt, ein Ausstellungsprogramm über die Präsentationsräume hinaus zu erweitern und einen Ort mit einem Alleinstellungsmerkmal zu kreieren. Außerhalb des Ausstellungsbesuchs können Institutionen im Kunst- und Kultursektor zu Begegnungsstätten und beliebten Trendspots avancieren, begehrenswerte Veranstaltungsorte sein, mit Museumsshops außergewöhnliche Geschenkartikel, spannende Literatur und Magazine anbieten sowie mit einem eigenen Label Einnahmen erzielen.

Museen sind Orte zum „Abhängen“, Sichweiterbilden und Inspirieren. Das Ziel: Besucherströme generieren, bei Nichtbesuchern Aufmerksamkeit erzielen, sich als nutzerfreundliches Museumsunternehmen verstehen und endlich eine „Marke“ sein. Unser Agenturteam für Marke und Strategie hilft Ihnen bei der Markenbildung und im Museums-Marketing.

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IHRE ANSPRECHPARTNERIN
JULIA LAUKERT

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie mehr Informationen oder konkrete Unterstützung zu Museums-Marketing wünschen.