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Recyclingpapier ist nicht genug: Wie Unternehmen WIRKLICH von CSR profitieren


Lesedauer: 4 Minuten

Second-Hand-Mode boomt, Bio-Produkte gibt’s auch beim Discounter und auf den Straßen fahren immer mehr E-Autos – Nachhaltigkeit ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Auch für Unternehmen gewinnt Corporate Social Responsibility (CSR) – die freiwillige Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung – an Bedeutung. Durchaus aus Eigennutz. Und das zu Recht!

CSR ein Luxusthema? Das war einmal. Unternehmen stehen gesellschaftlich immer stärker unter Druck, sozial und ökologisch verantwortlich zu handeln. Soziales Engagement, Fairtrade sowie Umwelt- und Klimaschutz sind längst aus der Öko-Nische in den Mainstream gewandert. Nachhaltigkeit ist der Megatrend unserer Zeit und CSR für Unternehmen daher ein Gebot der Stunde.

Die Öffentlichkeit, sowie immer mehr Kund*innen, Investor*innen, Mitarbeitende und andere Interessengruppen wollen wissen, ob und in welcher Form Ihr Unternehmen verantwortungsvoll wirtschaftet. Auch verschärfte gesetzliche Vorgaben zwingen zum Handeln. So etwa die Berichtspflicht nicht-finanzieller Kennzahlen, die seit 2017 für börsennotierte Unternehmen, Banken und Versicherungen mit mehr als 500 Mitarbeitern gilt. Oder ganz aktuell das im Juni beschlossene Lieferkettengesetz zur Einhaltung von Menschenrechten und zum Schutz der Umwelt.

Der Nutzen von CSR: Wettbewerbsvorteile in vier Dimensionen

Wer CSR lediglich als lästige Pflicht betrachtet, übersieht die Chancen, die sich dadurch bieten. Verstehen Sie Ihr Engagement daher vielmehr eine lohnende Investition. Wenn Sie das Thema ganzheitlich angehen, können Sie in vier Dimensionen profitieren:

  1. Mehr Umsatz: Mit nachhaltige und an CSR-Zielen ausgerichteter Geschäftstätigkeit ermöglichen Sie Innovationen – etwa die Entwicklung neuer, umweltschonendere Technologien –, erweitern Ihr Angebotsportfolio und erschließen neue Märkte. Mit einer stärkeren Orientierung an Kundenbedürfnissen erreichen Sie eine langfristige Bindung der Kund*innen und steigern letztendlich den Absatz Ihrer Produkte und Dienstleistungen.
  2. Sinkende Kosten: Ein geringerer Ressourcenverbrauch und optimierte Prozesse sparen Energie- und Materialkosten. Aufwände für Beschaffung und Aftersales sinken durch verlässliche Beziehungen zu zuliefernden Partnern sowie durch eine höhere Produkt- und Servicequalität. Und eine höhere Loyalität der Mitarbeitenden wirkt sich positiv auf Ihre Personalkosten aus.
  3. Steigende immaterielle Werte: Ein gutes Nachhaltigkeitsimage erhöht den Wert Ihrer Unternehmens- und Arbeitgebermarke. Das steigert die Loyalität Ihrer Kunden und überzeugt Nachwuchs- und Fachkräfte. Messbare Nachhaltigkeitsfaktoren steigern obendrein die Attraktivität für Investoren.
  4. Reduktion von Risiken: Verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln verringert Imageschäden sowie Haftungs- und regulatorischen Risiken

Dazu müssen Sie das Thema allerdings strategisch angehen. Recyclingpapier zu nutzen, ist natürlich nicht genug. Doch es kann ein Anfang sein. Geradezu kontraproduktiv wirken allerdings Aktionen, die Ihrem Unternehmen lediglich einen grünen Anstrich geben sollen. Sie stehen meist schnell als Greenwashing da.

Glaubwürdigkeit statt Greenwashing: Die vier Handlungsfelder von CSR

Keine CSR-Strategie gleicht der anderen. Und es gibt auch kein CSR-Management, das für alle passt. Sie sollten sich vielmehr auf die für Ihr Unternehmen wesentlichen Themen konzentrieren. Ansatzpunkte und Orientierung bieten die vier Handlungsfelder, in denen CSR einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten kann:

  1. Ökonomie: Hier geht es darum, unternehmerische Verantwortung mit den wirtschaftlichen Anforderungen zu vereinen. Zentral ist die verantwortungsvolle Gestaltung der Produkte und Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ansatzpunkte sind hier etwa ökologische Aspekte bei der Materialauswahl, ein reduzierter Energie- und Rohstoffverbrauch in der Produktion, der faire Umgang mit Lieferanten, klare Arbeits- und Sozialstandards entlang der gesamten Lieferkette und transparente Produktinformationen.
  2. Arbeitsplatz: Mit einer an den Mitarbeitenden orientierten Personalpolitik erhöhen Sie die Motivation, Produktivität und Loyalität Ihrer Belegschaft. Aspekte sind dabei etwa eine faire Bezahlung, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Chancengleichheit und Diversität, berufliche und persönliche Weiterentwicklung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
  3. Umwelt: Ein systematisches Umwelt-, Abfall- und Gefahrstoffmanagement reduziert den Energie- und Ressourcenverbrauch sowie negative ökologische Auswirkungen Ihrer Unternehmenstätigkeit entlang der Wertschöpfungskette. Dazu gehört auch, die betriebliche Mobilität klimaschonend zu gestalten und das Umweltbewusstsein der Mitarbeitenden zu fördern.
  4. Gemeinwesen: Unternehmen sind Teil der Gesellschaft, einflussreiche Akteure an ihren jeweiligen Standorten und können daher übergeordnet sowie vor Ort etwas fürs Gemeinwohl tun. Passen die Maßnahmen zum Kerngeschäft, umso besser. Ansatzpunkte sind Unternehmensstiftungen, Spenden und Sponsoring, die Vergabe von Aufträgen an soziale Organisationen und Corporate Volunteering.

Barbara König

IHRE ANSPRECHPARTNERIN
BARBARA KÖNIG

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