Hintergrund & Zielsetzung
Die 116 116 sichtbar machen
Hilfe! Geldbeutel verloren, Smartphone weg – und jetzt? In solchen Momenten zählt jede Sekunde. Der Sperr-Notruf 116 116 ist die zentrale Anlaufstelle, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher ihre girocard, ihre Kreditkarten, ihre Online-Banking-Zugänge, ihren E-Personalausweis oder ihre SIM-Karten sperren müssen. Doch genau dann, wenn die Nummer dringend gebraucht wird, ist sie vielen nicht präsent.
Unsere Aufgabe ist deshalb, den Sperr-Notruf bekannt zu machen und die Nummer 116 116 im Bewusstsein der Menschen zu verankern. Die Herausforderung: eine außergewöhnlich breite Zielgruppe ab 18 Jahren, die praktisch alle Personen umfasst, die Bezahlkarten und Co. im Alltag nutzen. Wie gelingt es, sie in ihrer Lebensrealität zu erreichen?
Lösung
KI-generierte Videos statt kostenintensivem Filmdreh
Unser Ansatz: eine umfassende Digitalkampagne mit strategischer Kombination aus Push- und Pull-Maßnahmen. Am Anfang stand eine strategische Analyse der digitalen Zielgruppen und ihrer Mediennutzung. Wir bewerteten, über welche Kanäle sich die unterschiedlichen Alterssegmente effizient erreichen lassen und welche Funktion die einzelnen Plattformen im Media-Mix erfüllen. Daraus entwickelten wir die Empfehlung, neben Meta Ads, Google Ads und Online-Advertorials auch YouTube Shorts als zusätzlichen Reichweiten- und Awareness-Kanal einzusetzen. Ausschlaggebend waren die hohe Reichweite von YouTube über alle Altersgruppen hinweg sowie die Chance, mit Short-Form-Video wiederholte Sichtkontakte aufzubauen.
Die strategische Herausforderung: ein Format zu konzipieren, das jüngere wie ältere Zielgruppen anspricht und sich wirtschaftlich in hoher Frequenz produzieren lässt. Unsere Empfehlung: KI-generierte Videos. Sie schonen das Budget und bieten maximale Flexibilität. Auf dieser Grundlage entwickelten wir eine skalierbare Creative-Strategie und definierten Video-Hooks für hohe Reichweitenwirkung. Wir entwickelten Storyboards, die typische Verlustsituationen humorvoll aufgreifen. Wir verbanden diese Szenen mit überraschenden Statistiken aus dem Sperr-Notruf-Universum. Die alltagsnahe Tonalität macht die wichtige Information niedrigschwellig zugänglich und im Verlustfall direkt abrufbar.
Unser Design-Team übersetzte die Storyboards in präzise Prompts für ausgewählte KI-Tools. Die kreative Expertise war entscheidend: Welche Bildsprache funktioniert bei YouTube Shorts? Wie wird die Botschaft visuell so umgesetzt, dass sie ankommt? So entstanden vier KI-generierte Videos, die technisch State of the Art sind und typische Verlustszenarien kreativ inszenieren.
Ergebnis
KI-generierte Videos erzeugen hohe Performance
Die Zahlen sprechen für sich: Die ersten beiden YouTube Shorts erreichten 3,62 Millionen Impressionen. 233.892 Nutzerinnen und Nutzer haben die Videos aktiv angeschaut und damit interagiert – trotz des schnelllebigen Shorts-Feeds. Daraus resultierten 56.216 Klicks zum Sperr-Notruf. Das entspricht einer Klickrate von 1,55 Prozent – mehr als doppelt so hoch wie der YouTube-Branchendurchschnitt.
Die Kampagne zeigt: KI-generierte Videos sind keine Kompromisslösung, sondern eine strategische Entscheidung für effiziente, skalierbare und wirkungsvolle Kommunikation. Auf Basis der Performance der ersten beiden Shorts hat sich die Kundschaft für eine Fortsetzung entschieden. Zwei weitere Videos zu den Szenarien Reise und Kino haben wir produziert und ausgespielt. Mit der richtigen strategischen Konzeption und kreativen Umsetzung entstehen YouTube Shorts, die Zielgruppen erreichen, messbare Ergebnisse liefern und dabei Zeit sowie Budget sparen.


